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Motorik
In dieser Altersstufe dreht sich der Säuglinge beliebig vom Rücken auf den Bauch und zurück. Er beginnt, sich in die Seitenlange zu drehen und dann mit ausgestreckten Beinen in den sog. Langsitz kurz hinzusetzen. Dann sollte er gestützt werden, denn die schwache Rückenmuskulatur kann die Wirbelsäule nicht ausreichend halten.
Er robbt oder krabbelt, um interessante Gegenstände außerhalb seiner Reichweite zu erlangen. Diese werden aufgehoben, untersucht, in den Mund gesteckt, fallengelassen oder fortgeworfen.
Zum Krabbeln, die Bauchdecke berührt nicht mehr den Boden, braucht das Kind eine gute Koordination sowie eine kräftige Stütz- und Bauchmuskulatur. Wenn man ein Baby hinstellt, beginnt es mit den Beinen zu „tänzeln“, zu wippen oder sich vom Boden abzustoßen. Gegen Ende des neunten Monats ziehen Kinder sich an Stühlen hoch, um kurz zu stehen.
Sprache
In diesen Monaten produzieren Kinder fortlaufend neue Laute und Silbenketten. Die Lautbildung wird besser kontrolliert und das Kind kann Doppelsilben bilden. Diese Doppelsilben klingen wie erste Wörter und die Silbenketten erinnern an Sätze.
Wenn die Doppelsilben „Mama“ und „Papa“ zum ersten Mal auftauchen, ist die Freude groß. Das Kind beobachtet dies und wird sie aufgrund der freudigen Reaktion vielleicht wiederholen. Die Kontrolle über die eigene Stimme ist inzwischen so gut, dass ein Kind jetzt auch flüstern kann
Inzwischen hat das Kind Klötze, sein Auto, seine Puppe und andere Dinge unzählige Male zwischen den Händen gehalten und mit dem Mund erkundet. Dabei hat es oft gehört, wie der Gegenstand des Interesses genannt wurde. Daraus entwickelt sich das erste Wortverständnis. Ein Wort bezeichnet dabei einen bestimmten Gegenstand oder einen Gegenstand in einer Situation. Das Wort existiert nicht ohne den Gegenstand und ist eine Eigenschaft des Gegenstands. Die Satzmelodie bleibt wichtig, die Wortbedeutung gewinnt aber immer mehr an Gewicht.
Imitationen und Wiederholungen sind in diesem Alter wesentlich. Wichtig ist es, die Gegenstände des kindlichen Interesses zu benennen, zu erklären und zu kommentieren. Das Kind lernt auch, seine Absichten durch Laute, Zeigen und Quengeln auszudrücken und eine Reaktion bei den Eltern auszulösen.
Sozial- und Spielverhalten
Das Kind kann sich rollend, robbend oder krabbelnd fortbewegen und wird selbstständiger und neugieriger. Es erkundet sein Umfeld, hat aber noch keinen Sinn für mögliche Gefahren. Die Umgebung sollte spätestens jetzt kindgerecht gesichert werden. Trotz seines Freiheitsdrangs, benötigt es Kontakt zu seinen Bezugspersonen. Jetzt unterscheidet das Kind bekannte von unbekannten Personen und das sog. Fremdeln beginnt.
Ein Kind versteht nun durchaus schon Verbote. Bekommt es nicht (sofort) seinen Willen, antwortet es auch mal mit Wutausbrüchen, Geschrei und schmeißt sich auf den Boden. die Eltern brauchen Geduld und Nervenstärke, um liebevoll konsequent erste Grenzen zu zeigen.
Der Säugling hält mit bekannten Personen Blickkontakt und beobachtet minutenlang Dinge, die sich im Umkreis von ungefähr drei Metern befinden. Unbekannte Gegenstände, besonders von Fremden, schaut er erst genau an, bevor er sie ergreift. Das Baby sucht Spielzeug, dass hinfällt und aus seinem Blickfeld verschwindet. Versteckspiele mit Gegenständen oder Personen machen ihm viel Spaß. Es kann auf Dinge zeigen, die es haben möchte.
Es versucht aber auch schon den Gebrauch einfacher Gegenstände nachzuahmen, indem es z. B. mit einer Glocke läutet oder aus einem Spielzeugbecher trinkt. Einige Kinder können schon in die Hände klatschen (Backe-Backe-Kuchen) und Winken nachahmen.
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