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Motorik
Nachdem Kinder die grundlegenden motorischen Fähigkeiten erworben haben, lernen sie immer besser, Bewegungen räumlich und zeitlich abzustimmen und zu kontrollieren. Bewegung schult die Sinne.
Beim Wippen beispielsweise spürt es die wechselnden Muskelspannungen und den wechselnden Druck in den Gelenken, das Abbremsen und Beschleunigen des Körpers. Es kontrolliert das Gleichgewicht und seine Körperhaltung. Über den Tastsinn der Haut spürt es den Druck am Po und den Füßen. Die Ohren übertragen die Geräusche bei Landung und Abstoß sowie das Quietschen der Wippe. Die Augen erkennen die sich verändernden Raumperspektiven zwischen Oben- und Untensein.
Sprache
Der Wortschatz des Kindes wächst. Farben können zugeordnet werden und Grundfarben benannt werden. Der Satzbau ist jetzt schon weitgehend abgeschlossen. Die Zischlaute (s, ß, z, x) erfordern eine gute Koordination der Zungemuskeln und werden zuletzt erworben. Manche Kinder lassen sich Zeit bis zum letzten Kindergartenjahr.
Ein Kind erzählt schon ganze Geschichten. Zuerst erzählt es, was ihm am wichtigsten erscheint. Längere Sätze mit Haupt- und Nebensatz sind schwierig und oft auch unverständlich für den Zuhörer. Bis zum Schuleintritt wird ein Kind alle Sätze und auch längere Zusammenhänge verstehen können. Der Wortschatz hängt dabei natürlich vom Sprachangebot ab.
Sozial- und Spielverhalten
In diesem Alter kann sich ein Kind meistens gut an Regeln halten und in eine Gruppe integrieren. Es wählt Freunde und entwickelt ein Gefühl für Gerechtigkeit. Viele Kinder können sich alleine oder mit anderen Kindern beschäftigen. Sie finden ihr Spiel so spannend, dass sie sich manchmal kaum durch Mahlzeiten unterbrechen lassen.
Ihr Kind kann in der Regel Messer und Gabel benutzen, sich alleine waschen und Zähne putzen. Es hat Lieblingskleidung und kann sich alleine an- und ausziehen. Es entwickelt ein Verständnis für die Bedeutung der Uhrzeit und kann sich am Ende dieses Lebensjahres Uhrzeiten merken.
Die Rollenspiele mit anderen Kindern werden weiter ausgefeilt und können über Tage hinweg weitergeführt werden. Sie benennen die Farben über die Grundfarben hinaus und zählen</b< sicher bis zehn. Die meisten Kinder halten den Stift locker im Erwachsenengriff ohne zu fest aufzudrücken und malen mit immer mehr Details (Haus mit Fenstern und Schornstein, Männchen mit Stamm, Gesichtszügen und Fingern). Nach Aufforderung kann ein Viereck gemalt werden.
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