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Häufig gestellte Fragen

Warum soll man Zeichensprache benutzen?
Was ist das besondere an den Kursen?
Ab welchem Alter soll man Zeichen anbieten?
Mit welchen Handzeichen soll ich anfangen?
Wird das Sprechen lernen verzögert?
Muss ich jetzt mehr oder weniger mit meinem Kind reden, um die Zeichen zu üben?
Woher kommt die Idee der Babyzeichen?
Wurden die Zeichen für Gehörlose entwickelt?
Mein Kind wächst zweisprachig auf.
Kommt es zu weniger Trotzanfällen?

Warum soll man Zeichensprache benutzen?

Lange bevor die Kinder in der Lage sind zu sprechen, können sie sich schon über Gesten und Zeichen verständlich machen (z.B. „Winke-winke“).

Wenn wir dies mit dem Einsatz von Zeichen und Gebärden zusätzlich zum gesprochenen Wort gezielt anbieten, wird das Kind früher in der Lage sein zu kommunizieren und sich mitzuteilen.

Dadurch wird das Kind ausgeglichener und sein Sprachverständnis wird gefördert.

Was ist das Besondere an den Kursen?

In den Kursen der Kleine Hände Zeichensprache lernen Sie nicht nur verschiedene Zeichen und deren Einsatzmöglichkeiten beim Spiel und im Alltag. Es werden Ihnen auch Techniken gezeigt, wie Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes erhöhen und gezielt auf die Zeichen lenken können.

Eine spezielle Lernmethode ermöglicht es Ihnen in vier Schritten Ihr Baby von den ersten Zeichen zur gezielten Kommunikation zu begleiten und so seine sprachliche Entwicklung, seine Intelligenz und seine soziale Bindung zu fördern.

Ab welchem Alter soll man Zeichen anbieten?

Wenn Sie von Anfang an zum gesprochenen Wort auch Gebärden machen, wird Ihr Kind früh die Aufmerksamkeit auch auf Ihre Hände richten, es wird seine eigenen Hände früh als Ausdrucksmittel erkennen und damit gestikulieren. Sich über Zeichen verständlich machen kann ein Kind, sobald es Zusammenhänge von Abläufen wahrnimmt und erkennen kann. Dies ist meist im Alter von 6 bis 10 Monaten der Fall.

Auch Kleinkinder können über Zeichensprache schwierige Wörter oder ähnlich klingende Worte besser erlernen und zuordnen.

Und selbst Schulkinder lieben Handzeichen als Lernhilfe und Geheimsprache.
Wenn ältere Kinder mit einem Baby in der Kleine Hände Zeichensprache kommunizieren, wird der Kontakt unter den Geschwistern intensiviert und häufig die Bindung erhöht.

Also kann man sagen:
Es ist nie zu früh und selten zu spät für die Kleine Hände Zeichensprache.

Mit welchen Handzeichen soll ich anfangen?

Wenn Sie Kleine Hände Zeichensprache zur Kommunikation mit Ihrem Kind einsetzen wollen, werden zu Beginn 6 bis 12 Zeichen aus unterschiedlichen Lebensbereichen empfohlen, die das Kind ansprechen und interessieren.

In den angebotenen Kursen lernen Sie Methoden und Techniken, wie Sie die Zeichen mühelos und effektiv ins Alltagsgeschehen einbeziehen können.

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Wird das Sprechen lernen verzögert?

Wird durch Verwendung der Zeichensprache das eigentliche Sprechen lernen verzögert?

Nein, der Einsatz von Zeichen zur Kommunikation fördert das Sprachverständnis und die Sprachentwicklung. Das Sprechen setzt oft früher ein und die Kinder entwickeln mitunter einen größeren Wortschatz.

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Muss ich die Zeichen üben?

Muss ich jetzt mehr oder weniger mit meinem Kind reden, um die Zeichen zu üben?

Sie müssen nicht mit Ihrem Kind üben. Begleiten Sie Ihre gewohnten Tätigkeiten sprachlich (was Sie sich generell angewöhnen sollten, um die Sprachentwicklung Ihres Kindes zu fördern) und setzen Sie wenn es sich anbietet und die Aufmerksamkeit Ihres Kindes hoch ist, zusätzlich die Kleine Hände Zeichensprache ein. In den Kursen erfahren Sie besondere Techniken, wie Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes erhöhen können.

Was mache ich, wenn ich berufstätig bin und dafür keine Zeit habe?

Wenn Sie berufstätig sind, können Sie Ihrer Tagesmutter und Ihren Babysitter die ausgewählten Zeichen und die Techniken vermitteln, damit sie den Lernprozess unterstützten können.

Woher kommt die Idee der Babyzeichen?

Woher kommt die Idee der Babyzeichen und wie weit wurde diese Methode erforscht?

In den 80er Jahren stellte man fest, dass hörende Kinder von gehörlosen Eltern schon lange vor dem eigentlichen Sprachgebrauch mit Ihren Eltern mittels Gebärdensprache kommunizieren konnten. Seit dieser Zeit wird besonders in den USA die Babyzeichensprache erforscht. Hierbei wurde festgestellt, dass damit eine ganzheitliche positive Entwicklungsförderung möglich ist.

Wichtige Erkenntnisse sind u. a.:

Babyzeichen fördern die spätere Sprachentwicklung, sie setzt sogar oft früher ein und die Kinder entwickeln mitunter einen größeren Wortschatz.

Babyzeichen senken die Frustration in der Kommunikation bei Kind und Eltern und stärken ihre Bindung

Selbst im Alter von 8 Jahren sind die positiven Einflüsse noch erkennbar, z.B. an einem höheren IQ.

Seit über 20 Jahren wird die Idee der Zeichensprache auch für hörende Kinder von hörenden Eltern zu nutzen in den USA und in England verfolgt. Über 90% der Familien verwenden diese „baby signs“ als Kommunikationshilfe.

In Deutschland basieren die Zeichen der Kleine Hände Zeichensprache auf den Gebärden der Deutsche Gebärdensprache (DGS), die seit 2002 als Sprache international anerkannt ist.

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Wurden die Zeichen für Gehörlose entwickelt?

Wurde die Zeichensprache besonders für gehörlose und behinderte Kinderentwickelt?

Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) ist das Kommunikationsmittel der Gehörlosen. Bei behinderten Kindern, deren Sprachentwicklung gestört oder verzögert ist (z. B. bei Down Syndrom), wird seit langem eine kindgerechte Form der Gebärdensprache eingesetzt.

Die Kleine Hände Zeichensprache basiert jedoch auf einer gezielten Auswahl von Zeichen aus der DGS, speziell abgestimmt auf die Kommunikation zwischen Babys und ihren Familien.

Mein Kind wächst zweisprachig auf.

Wird es nicht durch eine zusätzliche Zeichensprache überfordert?

Die Verwendung von Zeichen für bestimmte Dinge und Tätigkeiten bildet sozusagen eine Brücke zwischen beiden Sprachen. Das Kind erkennt, dass z. B. die Worte „Hund“ sowie „dog“ mit dem gleichen Zeichen für dieses Tier verbunden sind und wird sich hiermit verständlich machen, sowohl mit dem deutschsprachigen als auch mit dem englisch sprechenden Elternteil.

Eine Mutter sagte: „Jetzt verstehe ich manchmal besser was mein Mann in seiner Sprache mit dem Kind spricht, weil er die Zeichen dazu macht!“

Kommt es zu weniger Trotzanfällen?

Kommt es zu weniger Trotzanfällen, wenn ich die Zeichensprache einsetze?

Wenn Ihr Kind bereits früh die Möglichkeit hat, durch Zeichen seine Wünsche zu äußern, können Sie leichter auf seine Bedürfnisse reagieren und so Wutanfälle, die auf Missverständnissen oder Unverständnis basieren, verhindern.

Generell wurde bemerkt, dass Kinder, die mittels Zeichensprache kommunizieren, eine engere Bindung zu ihren Eltern aufbauen und im Allgemeinen ausgeglichener und fröhlicher sind.

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