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Weiter zu: Die kindliche Entwicklung
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Motorik
Viele Kinder dieser Altersstufe können um Ecken laufen, plötzlich stehen bleiben oder die Gangrichtung wechseln. Treppen sind kein Hindernis mehr, wenn das Kind sich am Geländer festhalten kann. Beim Gehen können Gegenstände getragen werden. Mit 18 Monaten sollte ein Kind auch sicher rückwärts gehen können.
Bilderbücher werden Seite für Seite durchgeblättert, auch auf dem Kopf oder von hinten nach vorne. Es kann schon ganz gut aus einer Tasse trinken oder den Löffel zum Mund führen.
Sprache
80 Prozent der Jungen und 90 Prozent der Mädchen haben inzwischen ihre ersten drei Wörter (außer Mama und Papa) gesprochen und erweitern ihren Wortschatz. Einige Kinder legen nach den ersten Wörtern eine Pause ein, scheinen intensiv zuzuhören und die Wörter zu sammeln, ohne sie zu gebrauchen. Sie teilen ihre Wünsche durch Zeigen, Holen oder Bringen mit. Diese Kinder überraschen ihre Eltern dann nach Wochen oder Monaten mit vielen neuen Wörtern und ersten kleinen Sätze.
Andere Kinder probieren einfach alle sprachlichen Möglichkeiten aus, lernen durch Versuch und Irrtum. Sie plappern einfach drauf los. Sie lernen neue Wörter, die meistens noch undeutlich ausgesprochen werden. Im Extremfall entsteht ein regelrechter Kauderwelsch, der in Redefluss, Rhythmus und Tonfall der Sprache ähnelt.
Die meisten Kinder nutzen das zweite Halbjahr bis zum zweiten Geburtstag, um genügend Wörter für die nächste Phase der Sprachentwicklung gesammelt zu haben. Ungefähr 50 verschiedene Wörter scheinen die kritische Grenze für den nächsten Entwicklungsschritt zu sein.
Das Kind kennt und versteht viel mehr Wörter (passiver Wortschatz), als es aussprechen kann (aktiver Wortschatz). Für ein jüngeres Kind bedeutet „brumm-brumm“ die Tätigkeit des Fahrens und steht für den Gegenstand Auto. Jetzt versteht es, dass Fahren etwas anderes ist als ein Auto.
Eltern beobachten ihr Kind und passen sich meist unbewusst dem kindlichen Sprachniveau an. Sie sprechen einfach, deutlich und langsam. Wörter oder Satzteile werden wiederholt. Sie kommentieren, beantworten, gebrauchen vor allem Hauptwörter und Verben und schauen, ob das Kind die Äußerung verstanden hat.
Sozial- und Spielverhalten
Ein Kind versteht nun in der Regel gut, was man von ihm will und kann gewünschte Aufgaben erfüllen. Es kann Spielzeug oder seine Jacke holen und Verbote einhalten. Tätigkeiten, die es versteht, ahmt es nach. Es füttert z. B. seine Puppe, liest sein Bilderbuch oder eine Zeitung, indem es mehrere Seiten gleichzeitig umblättert, rührt in einer Schüssel, wischt Staub oder fegt mit einem Kinderbesen.
Das Kleine möchte Gegenstände mit Knöpfen und Schaltern, wie Fernbedienung, Stereoanlage oder Computer bedienen oder mit dem Schraubenzieher etwas reparieren. Es weiß, wo Spielzeug oder andere Dinge im Haushalt hingehören.Das Kind kann mit einem Stift kritzeln und Punkte malen. Gerne füllt es kleine Gegenstände in verschiedene Gefäße um. Mittlerweile gelingt ein Turm aus bis zu vier Klötzen.
Viele Kinder werden selbstständiger. Sie verteidigen ihr Eigentum vehement und ärgern sich, wenn ein Spielzeug verloren geht oder abgenommen wird. Sie können Socken und Mütze selber ausziehen oder eine Tasse alleine hochnehmen und daraus trinken. Meistens führen sie Speisen mit einem Löffel sicher in den Mund und können mit der Gabel aufspießen. Nicht essbare Dinge werden in der Regel jetzt nicht mehr in den Mund genommen.