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Weiter zu: Die kindliche Entwicklung
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Motorik
Viele Kinder können sich in Bauchlage mit gestreckten Armen auf den Händen abstützen. Wenn Sie Ihr Baby hinsetzen, kann es schon mit Handabstützen, oder sogar für kürzere Zeit freihändig, Sitzen. Der Kopf wird im Sitzen nun in allen Lagen sicher gehalten. Sitzen ist während der gesamten Säuglingszeit jedoch eine hohe Belastung für die kindliche Wirbelsäule – Trainieren Sie es also nicht!
Viele Säuglinge können sich bereits selbstständig aus der Rückenlage in die Bauchlage umdrehen. In der Bauchlage zeigt das Baby schwimmähnliche oder schaukelnde Bewegungen, die aber noch nicht zum Krabbeln führen. Wenn Sie Ihr Kind hinstellen, stemmt es sich mit den Füßen gegen die Unterlage und versucht, bevor es nach wenigen Sekunden zusammensackt, einen Teil des Körpergewichts zu übernehmen.
Das Baby greift von sich aus nach einem Spielzeug, das in seiner Reichweite liegt und betrachtet es aufmerksam. Jetzt sollten beim Ergreifen kleinerer Gegenstände hauptsächlich die ersten drei Finger (Daumen, Zeige- und Mittelfinger) beteiligt sein. Durch Begreifen und Abtasten, z. B. mit den Füßen spielen, bekommt das Baby eine immer bessere Vorstellung von seinem Körper.
Sprache
Durch Bewegungen der Mundmuskulatur (Lippen, Wangen und Zunge) entstehen neue Laute, die den Konsonanten der Muttersprache immer mehr ähneln. Das Kind beginnt die verschiedenen Laute zu verbinden und erste Silben zu bilden. Dabei produziert es keine Einzelsilben, sondern reiht die Silben kettenartig aneinander (so genannte Zweite Lallphase). Die Silbenketten werden in Tonhöhe oder Lautstärke variiert, und so entsteht manchmal ein flüssiges Erzählen, das wie eine eigene Sprache klingt. Das Kind spielt mit den Lippen- und Zungenbewegungen und hört sich dabei selbst zu.
Das Kind achtet immer stärker auf den Gesichtsausdruck seines Gegenübers und unterscheidet freundliche von verärgerten oder skeptischen Gesichtszügen. Dabei bringt es den Gesichtsausdruck mit dem Tonfalls der Stimme in Verbindung. Gesichtsausdruck, Stimmklang und Sprechweise sind die Kanäle, die der Gesprächspartner hat, um das Kind freundlich und wohl gesonnen zu stimmen.
Bisher hat sich Ihr Kind hauptsächlich für Sie und die Hauptbezugspersonen interessiert. Inzwischen hat sich das Greifen soweit entwickelt, dass Gegenstände zwischen den Händen gedreht und gewendet werden können. Damit erweitert sich das Interesse des Kindes auf Gegenstände und Spielzeug. Die Verarbeitung von Sehreizen ermöglicht es dem Kind, sich der weiteren Umgebung zuzuwenden und das beginnende Sitzen verschafft ihm einen neuen Blickwinkel. Unbewusst stellen sich die Eltern darauf ein. Bisher haben Sie Ihr Kind so gehalten, dass Sie leicht Blickkontakt aufnehmen konnten. Jetzt tragen Sie Ihr Kind häufiger mit dem Rücken zu sich, so dass es ‚in die Welt’ gucken kann. Dabei kommentieren die Eltern das, womit sich das Kind beschäftigt. Auf diese Weise wird das Kind immer vertrauter mit seiner Umgebung.
Sozial- und Spielverhalten
Die meisten Kinder unterscheiden nun sicher zwischen bekannten und unbekannten Personen. Sie sind immer noch freundlich zu Fremden, aber ängstlich, sobald die Mutter oder eine andere Bezugsperson nicht in der Nähe ist.
Das Baby ist an allem interessiert und beobachtet genau. Fällt Spielzeug herunter, schaut es hinterher, vergisst es aber, sobald es den Gegenstand nicht mehr sieht. Auch Personen werden quer durch den Raum mit dem Blick verfolgt. Das Kind benutzt Hände und Füße zum Spielen. Es ergreift, auch mit Hilfe der Füße, alle erreichbaren Gegenstände und nimmt sie in den Mund. Kleine verschluckbare Dinge sollten daher nicht in erreichbarer Nähe des Kindes sein.
Es kann schon einen Zwieback lutschen und beim Trinken die Flasche ergreifen. Es wechselt Spielzeug von einer in die andere Hand und bewegt es, um Geräusche zu erzeugen (Rassel). Oft haben die Kleinen schon eine Vorstellung davon, was es heißt etwas zu besitzen. Rechnen Sie also, mit einem lauten Protestgeschrei wenn Sie ihm etwas wegnehmen wollen.