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Pro & Contra

Argumente und Gegenargumente ...



... einiger Mütter in verschiedene Foren des Internets:

Contra:
Ich finde es schwachsinnig, einem Kind ein paar Handzeichen zu lernen, nur weil ich wissen will, wann das Kind Durst oder Hunger hat. Simon ist jetzt 1,5 redet fast nichts und ich hatte noch nie das Problem, dass ich nicht verstanden hätte, dass er Hunger oder Durst hat.
Ich finde es auch nicht gut, einem Kind unbedingt was beibringen zu wollen. Auf biegen und brechen. Ich hab meinem Kind auch nicht "danke" oder "bitte" gelernt, trotzdem sagt er es, weil wir seine Vorbilder sind.

Pro: Natürlich kann ich Saschas Körpersprache auch lesen, das können alle Mamas, aber Gebärden erleichtern z.B. einer Oma, die das Baby nicht so oft hütet doch sehr das Leben ... und ich find e es auch praktisch, wenn ich bei Hungeranzeichen sofort ohne rumprobieren weiß, ob er stillen will oder festes Essen ...
Ich bringe Sascha sicher nichts auf biegen und brechen bei, aber eine weitere Form der Kommunikation anzubieten, ist sicher eine Bereicherung! Nimmt er es an (und das tut er mit großem Stolz!!!), ist es gut ... würde er es nicht tun, auch gut!

Pro: Also, ich muss sagen, dass ich die Baby-Zeichensprache bei den Kindern meines Bruders gesehen habe und ich finde es schon toll,..! Vor allem in der Zeit, wo Kinder eben noch NICHT sagen können, ob sie Milch, Saft oder sonst was anderes trinken wollen, konnten die Kinder meines Bruders ganz genau deuten, was sie wollten! und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein noch nicht ganz einjähriges Kind sonst klarmachen kann, dass es jetzt Apfelsaft und NICHT Tee oder Milch oder gar Himbeersaft haben will,....!
Ich denke, dass man Kindern schon helfen kann, sich besser zu artikulieren! und ein "auf biegen und brechen" beibringen ist das doch echt nicht... die Babys lernen das doch ganz schnell,.....!! außerdem: macht Babys es nicht Spaß, Sachen lernen zu können? Ich hab immer das Gefühl, dass meine Maus TOTAL wissbegierig ist und sich nur freut, wieder was Neues zu entdecken! :)

Pro: Wir haben unserer großen Tochter auch die Babyzeichensprache beigebracht, hat recht flott funktioniert. Sie konnte bevor sie zu sprechen anfing, zeigen, dass sie Hunger hat, Durst hat (Tee oder Wasser), oder Schmerzen etc.
Zum Einwand, dass man die Körpersprache seines Kindes kennen sollte - ich glaube, dass Leute, die sich Gedanken machen, wie sie mit ihrem Kind besser kommunizieren können, sich sicherlich darum auch mehr als ausreichend kümmern.
Ich fand es ziemlich toll, dass die Kleine auf einmal aufhört zu spielen, zu mir kommt und zeigt, dass sie Hunger hat, konkret, dass sie Brot will.
Es ist auch schön, wenn man zu seinem Kind sagen kann "ich liebe Dich", ohne es quer durch die Kinderkrippe zu schreien & das gleiche Zeichen retour bekommt.
Ihre sprachliche Entwicklung hat sich dadurch nicht verzögert, ich bin geneigt zu sagen, eher im Gegenteil. Unsere Kinder wachsen bilingual auf (Englisch/Deutsch), d.h., mit der Mama wird englisch gesprochen, mit mir deutsch. Wir werden unserer zweiten Tochter sicher auch die Babyzeichensprache beibringen.

Contra: Was soll ich davon halten... mache gerade Entwicklungspsychologie/ Sprachentwicklung in der Schule.
Vor allem der Satz „helfen Sie Ihrem Baby zu kommunizieren, bevor es sprechen kann!“ macht mich sauer......das gesprochene Wort ist der kleinste Teil der Kommunikation... so etwas find ich echt heftig. Die Kinder entwickeln sich schon richtig, und wenn man sein Kind kennt dann weiß man sowieso was es braucht und möchte ohne irgend so einen Kappes.

Contra: Also, ich weiß nicht...Ich denke, dadurch zögert man das Sprechen lernen unnötig heraus. Lara ist jetzt 13 Monate, aber sie kann mir sehr wohl sagen, wenn sie ihren Tee möchte oder wenn sie Hunger hat ("mmmha"). Jeder kennt sein Kind gut genug, um solche Sachen zu verstehen, denke ich. Es ist für die Kinder doch viel einfacher, sich durch Zeichen zu verständigen, als mühsam das Sprechen zu lernen. Wenn Lara etwas möchte, sage ich ihr, wie das heißt und sie versucht wenigstens, es nachzusagen. Es muss sich ja nicht genauso anhören. Würde sie aber nur ein Zeichen machen und ich würde es nennen, würde sie bestimmt nicht das Sprechen lernen wollen....

Pro: Ich hab den Link jetzt mal nur so überflogen, kann dazu aber sagen das die Idee nicht neu ist.
Taube und Stumme Eltern kommunizieren mit ihren Kindern auch in Gebärden und so hat man festgestellt das sogar Babys ab ca. 17 Wochen in der Lage sind Zeichen zu geben und zu verstehen, was den Alltag mit so einem Kleinem schon auch erleichtern kann.
Klar weiß man auch so mit der Zeit was welcher Schrei zu bedeuten hat, doch meist ist schreien für Babys die einzige Art sich auszudrücken, mit der Zeichensprache wäre es eine Erweiterung, Bereicherung.
Inwiefern sich das auf die sprachliche Entwicklung auswirkt kann ich nicht sagen, doch die Kinder tauber oder stummer Eltern, die hörend sind, sind nicht sprachlich schlechter wie andere Kinder. So zumindest habe ich es oft schon in Reportagen etc. gesehen.

Pro: ..."Würde sie aber nur ein Zeichen machen und ich würde es nennen, würde sie bestimmt nicht das Sprechen lernen wollen..."

Die Kinder in diesem Alter sind viel zu neugierig und wissbegierig, als das sie nicht auch versuchen würden, zusätzlich das Wort zu erlernen. Man unterstellt fälschlicherweise den Kleinkindern eine Lernfaulheit, die stellt sich, bedauerlicherweise, bei manchen aber erst im späterern Schulalter heraus.

Pro: Also, ich muss hier mal richtig stellen, dass es bei der Baby-Zeichensprache um weit mehr geht, als dass einem das Kind sagen kann, dass es Hunger und Durst hat!

Meine Tochter ist nun 13 Monate alt und die Zeichen Essen und Trinken sind mit die seltensten, die sie benutzt. Sie hat viel mehr Spaß daran, mir zu zeigen, was sie alles entdeckt (z.B. in Bilderbüchern). Sie erzählt mir von den unterschiedlichen Tieren, Fahrzeugen, berichtet mir stolz, wenn sie ein Flugzeug hört usw.

Ich kann mir die Zeichen aus unserem Alltag nicht wegdenken. Und die Sache mit dem Sprechenlernen, da kann ich nur sagen, meine Tochter spricht vergleichsweise sogar viel für ihr Alter. Sie hat eben Wörter für Dinge, für die sie keine Zeichen hat und umgekehrt. Und sie hat für einige Dinge Wörter und Zeichen. Jedenfalls versucht sie mit Begeisterung alles Nachzuplappern UND Zeichen nachzumachen.