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Ich habe das Gefühl, bei Müttern, die der Babyzeichensprache negativ gegenüber stehen, gibt es einige "Kommunikationsprobleme".
Man bringt dem Kind nicht unbedingt etwas bei, sondern man unterstützt und erweitert die Form und Art seiner Kommunikation. Natürlich erkennt jede Mutter die Körpersprache seines Kindes aber ohne Babyzeichensprache wird sie nicht erleben, wie erfrischend und fröhlich die Kinder z.B. beim ansehen eines Bilderbuches jedes einzelne Tier mit einer bestimmten Gebärde begleiten und eben nicht bei jedem Tier nur „da“ sagen.
Die Kinder haben Spaß daran, ihre Umwelt zu registrieren und dies auch mitzuteilen. Bei einem Spaziergang eine Blume, ein Flugzeug oder eine Schaukel zu entdecken und dies der Mutter oder dem Vater mitzuteilen ist eine große Freude für das Kind, da es sofort erkennt, dass es auch verstanden wird.
Und natürlich entwickelt sich jedes Kind auch ohne Babyzeichensprache richtig. Nur man kann mit der Babyzeichensprache eine frühzeitige Förderung seines Kindes erwirken. Kinder können sich im Sprechalter mit zusätzlichen Gebärden zum gesprochenen Wort leichter verständlich machen. Sie werden aber deswegen nicht später oder schlechter zu sprechen beginnen.
Die Babyzeichensprache ist Angebot für Sie und Ihr Kind, es ist kein Dogma, kein Muss sondern ein Kann. Wer will wird mit seinem Kind über die Babyzeichensprache frühzeitiger kommunizieren, wer es ablehnt wird sein Kind deswegen nicht schlechter erziehen.
Für Anwender der Babyzeichensprache ist es wichtig, die Zeichen ohne Druck für sich und das Kind zu verwenden. Es soll kein Wettkampf entstehen, „wann kann mein Kind das erste Zeichen“ oder „wie viele Zeichen kann mein Kind“.
Wer die Babyzeichensprache konsequent anwendet, erreicht für sein Kind nicht nur die Benutzung einiger Zeichen, sondern die Entwicklung einer zusätzlichen Sprache. Es ist durchaus möglich, das Kinder im Alter von 1 ½ bis 2 ½ Jahren sechzig bis einhundert Zeichen beherrschen, diese aber spielerisch erlernt haben!
PS: ein Nachsatz sei erlaubt Die Diskussion über Pro & Contra der Babyzeichensprache ist typisch deutsch. In Amerika, Schweden, Frankreich, oder England sind die Baby Signs normaler Bestandteil der Erziehung und werden von einem Großteil der Eltern benutzt.
Im 19. Jahrhundert wurde in Deutschland die Gebärden für taube Kinder in den Schulen verboten, bezeichnenderweise von hörenden Lehrverantwortlichen. Teilweise wurden den Kindern die Hände auf den Rücken gebunden, damit sie sich nur durch Worte artikulieren sollten. Erst in den 80er bis in die späten 90er Jahre wurde endlich auch in Deutschland die Gebärdensprache als offizielle Sprache anerkannt. Allerdings hat die Verhöhnung der Gebärdensprache als „Affensprache“ in der Vergangenheit seine Spuren hinterlassen (stark verkürzte Wiedergabe meinerseits). Wer Interesse an der Geschichte der Gehöhrlosensprache hat, sei auf den Link >http://www.wikipedia.org< verwiesen.
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